Laub muss vom Rasen und von Wegen, darf aber auf Beeten und unter Sträuchern liegen bleiben. Du kannst es als Mulch, Kompostzutat oder Lauberde nutzen und in einer Ecke ein Winterquartier für Igel anlegen. Hier steht, was wohin gehört.
Im Oktober wirft jeder Baum sein Kleid ab, und dein Garten sieht aus wie nach einer Konfettiparade. Ich bin Rainer, und ich verrate dir, wie du beim Laub entfernen nicht mehr Arbeit machst als nötig und aus dem Haufen auch noch etwas Nützliches herausholst. Der erste Tipp gleich vorweg: Du musst nicht alles wegräumen.
Wo muss Laub weg und wo darf es liegen bleiben?
Auf dem Rasen ist Laub ein Problem. Es nimmt dem Gras das Licht, hält Nässe und sorgt dafür, dass die Halme darunter faulen. Das Ergebnis sind kahle Stellen und im Frühjahr oft Moos. Wie du damit umgehst, steht in Moos im Rasen entfernen. Auch auf Wegen und Treppen gehört das Laub weg, weil es nass rutschig wie Schmierseife wird.
Auf Beeten, unter Sträuchern und Hecken ist Laub dagegen willkommen. Es schützt den Boden vor Frost, hält die Feuchtigkeit und füttert Regenwürmer und Bodenleben. Wer so vorgeht, spart sich Arbeit und tut dem Boden etwas Gutes. Wie das in einem naturnahen Garten aussieht, zeigt Einen Biogarten anlegen.
Laub entfernen: Harke, Besen, Laubbläser oder Rasenmäher?
| Methode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Laubharke und Besen | Leise, günstig, schont Kleintiere | Zeitaufwendig bei großen Flächen |
| Laubbläser oder Laubsauger | Schnell bei großen Mengen | Laut, kann Insekten und Kleintiere schädigen |
| Rasenmäher mit Fangkorb | Sammelt und zerkleinert in einem Schritt | Nur für Rasen geeignet, bei nassem Laub mühsam |
Für kleine Gärten reicht die Harke, und sie ist leiser als jedes Gerät. Bei großen Flächen helfen Akku-Modelle, die lauten Benziner machen vor allem Ärger mit den Nachbarn. Der Rasenmäher ist ein Geheimtipp: Er häckselt das Laub gleich mit, und das zerkleinerte Material verrottet auf dem Kompost deutlich schneller. Trockenes Laub lässt sich am leichtesten bearbeiten, warte also auf einen trockenen Tag.
Rainer-Tipp: Harke das Laub nicht auf einen riesigen Haufen, sondern in Reihen und sammle es mit der Schubkarre. So vermeidest du Rückenschmerzen und musst nicht jedes Blatt einzeln tragen.
Laub sinnvoll verwerten
Laub als Mulch auf Beeten
Eine dünne Schicht Laub auf abgeernteten Beeten hält die Feuchtigkeit, schützt vor Frost und verbessert langfristig die Bodenstruktur. Trage sie nicht zu dick auf, sonst fault es. Auf Beeten mit Schnecken sei sparsam, denn das Laub bietet ihnen Unterschlupf. Weitere Materialien, die sich fürs Mulchen eignen, findest du in geeignetes Mulchmaterial.
Laub kompostieren
Laub ist stickstoffarm und verrottet allein langsam. Mische es deshalb mit Rasenschnitt, Küchenabfällen oder Grünschnitt, dann kommt der Prozess in Gang. Zerkleinertes Laub ist schneller fertig. Wie ein Komposthaufen richtig aufgebaut wird, steht in Kompost anlegen.
Lauberde selber machen
Wenn du Geduld hast, bekommst du aus reinem Laub Lauberde, einen lockeren Humus für Töpfe und Beete. Fülle feuchtes Laub in einen Drahtkorb oder in luftdurchlässige Säcke mit ein paar Löchern, stelle sie an einen schattigen Platz und lasse sie ein bis zwei Jahre ruhen. Lauberde liefert Humus und Struktur, aber kaum Nährstoffe. Dünger ersetzt sie nicht. Welcher Dünger im Herbst sinnvoll ist, erklärt Düngen im Herbst.
Laubhaufen als Quartier für Igel
In einer ruhigen Ecke kannst du Laub mit ein paar Ästen und Reisig zu einem Haufen aufschichten. Igel, Käfer und andere Tiere nutzen ihn als Winterquartier. Das Wichtigste: Lass ihn bis zum Frühjahr in Ruhe und kontrolliere ihn nicht. Weitere Ideen, wie du Tiere im Garten förderst, gibt es in Bienenfreundliche Gärten.
Welches Laub eignet sich nicht gut?
Nicht jedes Laub ist gleich. Walnuss- und Eichenlaub enthält viele Gerbstoffe und verrottet sehr langsam. Es ist nicht verboten, aber du solltest es zerkleinern, getrennt sammeln und nur in kleinen Mengen untermischen. Laub von kranken Pflanzen, etwa mit Rosenrost, Apfelschorf oder Befall durch die Kastanien-Miniermotte, gehört nicht auf den Kompost, denn die Erreger überleben dort. Entsorge es über die Biotonne oder den Restmüll. Alles andere Laub von Obstbäumen, Ahorn, Linde und Buche ist unproblematisch.
Was tun, wenn du keine Zeit hast?
Dann ist weniger mehr. Räume nur Rasen, Wege und Treppen und lasse das Laub in den Beeten liegen. Du kannst Laub auch in eine Ecke fegen oder Nachbarn fragen, die Laub für den Kompost oder zum Mulchen brauchen. Wenn du einen Mähroboter nutzt, gilt: Nasses Laub bremst ihn aus, räume die Fläche regelmäßig.
Weitere Aufgaben für die kalte Jahreszeit stehen in Gartenpflege im Winter.
FAQ: Häufige Fragen zum Laub
Darf ich Laub einfach liegen lassen?
Auf Beeten, unter Hecken und Sträuchern ja, dort schützt es den Boden und hilft dem Bodenleben. Auf dem Rasen und auf Wegen nicht, weil das Gras fault und die Wege rutschig werden. Ob dich eine Räumpflicht trifft, regelt deine Gemeinde, zum Beispiel für Gehwege.
Kann ich Laub in die Biotonne geben?
Ja, das ist erlaubt und sinnvoll, wenn du kein Platz für Kompost hast. Für gesundes Laub ist der eigene Kompost aber besser, weil du den Humus selbst nutzt. Krankes Laub gehört in die Biotonne oder den Restmüll, nicht auf den Kompost.
Ist Laub ein Dünger?
Nicht im engeren Sinn. Laub enthält nur wenig Nährstoffe, verbessert aber als Mulch und Lauberde die Bodenstruktur und das Bodenleben. Wenn du düngen willst, brauchst du zusätzlich Kompost oder einen passenden Dünger.
Dieser Artikel wurde mit KI erstellt und von unserer Redaktion geprüft.
