Der Gartenkalender zeigt dir Monat für Monat, was im Garten ansteht: wann du aussäst, wann du düngst, wann du schneidest und wann Pause ist. Jeder Monat hat eine eigene Detailseite mit Anleitungen. Mit Rainer verpasst du keinen Termin mehr.
Ein Gartenkalender klingt nach Streberkram, ist aber das beste Mittel gegen Gartenfrust. Wer weiß, wann Säen, Düngen und Schneiden dran sind, spart Geld, Nerven und die dritte Ladung Setzlinge. Ich bin Rainer, und in diesem Gartenkalender begleite ich dich durch alle zwölf Monate. Die Termine gelten für Mitteleuropa und sind Richtwerte, denn Frost, Regen und dein Standort haben das letzte Wort. Wenn du zusätzlich wissen willst, welcher Dünger wofür geeignet ist, findest du dort die passende Übersicht.
Der Gartenkalender auf einen Blick
| Monat | Hauptaufgaben | Düngen? |
|---|---|---|
| Januar | Planen, Obstbaumschnitt, Werkzeug pflegen | Nein |
| Februar | Boden prüfen, Paprika und Chili vorziehen | Nur planen |
| März | Beete vorbereiten, erste Aussaat, Rasenstart | Ja (Rasen, Beete) |
| April | Kartoffeln legen, Sommerblumen vorziehen | Ja (Grunddüngung) |
| Mai | Auspflanzen nach den Eisheiligen | Ja (Starkzehrer) |
| Juni | Ernten, mulchen, gießen | Ja (Rasen, Rosen) |
| Juli | Hitze managen, Schädlinge im Blick | Reduzieren |
| August | Ernten, Herbstaussaat, Gründüngung | Letzte Sommergabe |
| September | Blumenzwiebeln, Beete abräumen | Ja (Herbstdünger) |
| Oktober | Laub, Obstbäume pflanzen, Knoblauch stecken | Abschließen |
| November | Winterfest machen, Werkzeug ölen | Nein |
| Dezember | Rückblick, Planung, Bestellungen | Nein |
Rainer-Tipp: Verlass dich nicht blind auf das Datum. Bodentemperatur und Wetter sind die besseren Taktgeber. Möhren keimen zum Beispiel erst zuverlässig, wenn der Boden um die 8 °C hat. Wie du die Aussaat sauber planst, zeigt dir unser Beitrag Aussaat richtig vorbereiten.
Januar: Ruhe im Garten – was du jetzt tun kannst
Draußen ist alles gefroren, und genau das ist deine Chance auf einen entspannten Start. Im Januar wird geplant: Zeichne dein Beet auf Papier, überlege dir eine sinnvolle Fruchtfolge und bestelle das Saatgut, bevor die beliebten Sorten ausverkauft sind. An frostfreien Tagen kannst du Obstbäume schneiden, aber bitte mit Augenmaß. Werkzeug, das jetzt geschärft und geölt wird, dankt es dir im Frühjahr. Gedüngt wird im Januar nicht, denn der gefrorene Boden nimmt nichts auf, und die Nährstoffe würden einfach ausgewaschen. Mehr Ideen findest du im Pflanzkalender für den Januar und in unserem Ratgeber zur Gartenpflege im Winter.
Februar: Vorbereitung auf die Gartensaison
Im Februar beginnt die Vorfreude, aber das Beet bleibt noch ruhig. Jetzt ziehst du auf der hellen Fensterbank Paprika, Chili und Auberginen vor, denn sie brauchen lange bis zur Ernte. Tomaten folgen besser erst im März. Frühkartoffeln legst du zum Vorkeimen in eine flache Kiste an einen hellen, kühlen Platz. Kontrolliere außerdem eingelagertes Gemüse und sortiere Faules konsequent aus. Wichtig ist auch ein Blick auf den Boden: Wer seine Erde kennt, düngt später gezielter. Wie das geht, erfährst du unter Bodenart bestimmen. Details zum Monat stehen im Pflanzkalender für den Februar.
März: Start in die Gartensaison
Jetzt wird es ernst. Sobald der Boden abgetrocknet ist, bereitest du die Beete vor, lockerst die Erde und arbeitest Kompost ein. Wie du dabei vorgehst, steht in Beete für die neue Saison vorbereiten. Frostharte Sorten wie Möhren, Radieschen, Spinat und Erbsen dürfen ab Mitte März ins Freiland, wenn der Boden nicht mehr gefroren ist. Tomaten ziehst du jetzt auf der Fensterbank vor. Stauden schneidest du zurück. Auch der Rasen meldet sich: Die erste Düngung ist fällig, wenn die Forsythien blühen. Verwende dafür einen stickstoffbetonten Dünger. Alle Aufgaben im Überblick liefert der Pflanzkalender für den März.
April: Wachstum beginnt
Im April macht das Wetter, was es will, und du solltest vorbereitet sein. Ab Mitte April kommen Kartoffeln in die Erde, Steckzwiebeln folgen. Sommerblumen wie Zinnien ziehst du vor, Stiefmütterchen pflanzt du direkt ins Beet. Ein Vlies auf dem Beet schützt dich vor Spätfrost. Beete bekommen jetzt ihre Grunddüngung, am besten mit reifem Kompost. Beim Rasen ist Geduld gefragt: Erst vertikutieren, wenn er wächst, danach düngen und wässern. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du unter Rasen düngen leicht gemacht. Weitere Termine stehen im Pflanzkalender für den April.
Mai: Hauptwachstumszeit
Der Mai ist der Monat, in dem alles passiert. Die Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai sind dabei die letzte Hürde: Erst danach ziehen Tomaten, Gurken und Zucchini ins Freie, und auch Kübelpflanzen dürfen wieder raus. Warum die Bauernregel bis heute trägt, erfährst du in Die Eisheiligen und dein Garten. Starkzehrer wie Tomaten und Kürbis versorgst du beim Pflanzen mit Kompost und Hornspänen. Gieße morgens, damit die Blätter über den Tag abtrocknen und Pilze keine Chance haben. Gegen Schnecken hilft Abendkontrolle mit Taschenlampe. Mehr dazu im Pflanzkalender für den Mai.
Juni: Hochsaison im Garten
Im Juni erntest du die ersten Früchte deiner Arbeit: Erdbeeren, Salat, Spinat und Radieschen. Gleichzeitig steigt der Wasserbedarf. Mulche die Beete, jäte Unkraut und gieße lieber seltener, dafür durchdringend. Wie das gelingt, liest du unter den Gemüsegarten richtig bewässern. Jetzt ist auch die zweite Düngung fällig: Der Rasen bekommt einen Langzeitdünger, Rosen werden nach der ersten Blüte gedüngt, und Verblühtes wird abgeschnitten. Mähe den Rasen nicht zu kurz, sonst trocknet er im Sommer schneller aus. Alle Aufgaben stehen im Pflanzkalender für den Juni.
Juli: Hitze & Pflege
Im Juli heißt es: Wasser sparen und trotzdem nichts verdursten lassen. Gieße früh morgens, nie in der Mittagshitze, und mulche den Boden, damit er weniger verdunstet. Welches Material sich dafür eignet, steht in geeignetes Mulchmaterial. Beim Düngen schaltest du einen Gang zurück: Stickstoff im Spätsommer macht Pflanzen weich und anfällig. Rosen und Stauden bekommen daher ab Ende Juli keinen stickstoffbetonten Dünger mehr. Eine flache Wasserschale hilft Igeln und Vögeln, Lavendel schneidest du nach der Blüte. Weitere Tipps stehen im Pflanzkalender für den Juli.
August: Spätsommer-Pflege
Der August gehört der Ernte, aber auch schon dem Blick nach vorn. Tomaten, Bohnen und Zucchini liefern jetzt reichlich, Starkzehrer bekommen Anfang August noch eine letzte Gabe. Gleichzeitig säst du Feldsalat, Spinat, Rucola und Asia-Salate für den Herbst. Wo abgeerntet ist, schützt eine Gründüngung wie Phacelia den Boden. Erdbeeren lassen sich jetzt neu pflanzen. Setze den Kompost um und verwerte die Ernteabfälle, wie du es in Kompost anlegen nachlesen kannst.
September: Herbstdüngung beginnt
Im September ändert sich die Düngestrategie. Jetzt gibt es kaliumbetonten Herbstdünger statt Stickstoff, denn Kalium macht Rasen und Stauden winterhart. Frühjahrsblüher wie Tulpen und Narzissen kommen ab Mitte bis Ende September in die Erde. Räume abgeerntete Beete ab, sofern die Pflanzen gesund sind, kompostiere sie. Winterzwiebeln und Knoblauch können jetzt in vorbereitete Beete. Wie du richtig vorgehst, liest du unter Düngen im Herbst.
Oktober: Letzte Düngung vor dem Winter
Im Oktober schließt du die Düngesaison ab, solange der Boden frostfrei ist und der Rasen noch wächst. Laub wird zur Chance: Auf Beeten schützt es den Boden, auf dem Kompost liefert es Struktur. Wie du es sinnvoll nutzt, steht in Laub entfernen und sinnvoll verwerten. Jetzt ist auch die beste Zeit, Obstbäume zu pflanzen. Knoblauch steckst du bis Anfang November, empfindliche Kübelpflanzen bringst du vor dem ersten Frost ins Haus. Beim letzten Rasenschnitt bleibt das Gras etwas länger stehen.
November: Winterpause
Im November wird nicht mehr gedüngt, der Garten geht in die Ruhephase. Entleere Gartenschlauch und Außenwasserleitung, damit nichts einfriert, und schütze Kübelpflanzen mit Vlies oder Jute. Rosen werden angehäufelt, also am Fuß mit Erde bedeckt. Öle dein Werkzeug und stelle Vogelhäuser auf: Wer Vögeln durch den Winter hilft, bekommt im Frühling fleißige Schädlingsjäger. Offene Beete deckst du mit Mulch oder einer Gründüngung ab. Wie du den Garten sicher durch die kalte Jahreszeit bringst, steht in Garten sicher durch den Winter bringen.
Dezember: Planung fürs nächste Jahr
Der Dezember ist Rückblick-Zeit. Notiere, was gut lief und was nicht: Welche Sorte hat überzeugt, wo hat der Dünger gefehlt? Diese Notizen sind im Frühjahr Gold wert. Bestelle Saatgut und Werkzeug, bevor die Nachfrage steigt, und füttere die Vögel regelmäßig. Ein hübscher Brauch: Am 4. Dezember schneidest du Kirschzweige, die zu Weihnachten blühen. Ein Insektenhotel kannst du jetzt in Ruhe selbst bauen. Weiter geht’s im Pflanzkalender für den Januar.
FAQ: Häufige Fragen zum Gartenkalender
Wann sollte ich meinen Garten düngen?
Die Hauptgabe kommt im Frühjahr, wenn die Pflanzen austreiben, also von März bis April. Starkzehrer wie Tomaten brauchen im Sommer eine Nachdüngung, Rasen und Stauden bekommen im September einen kaliumbetonten Herbstdünger. Im Winter und bei Hitze oder Trockenheit wird nicht gedüngt. Welcher Dünger wofür taugt, erfährst du in unserer Übersicht der Düngemittelarten.
Wann ist die beste Zeit für die Aussaat?
Das hängt von der Kultur ab. Frostharte Sorten wie Möhren, Spinat und Radieschen dürfen ab März ins Beet, Tomaten, Gurken und Zucchini erst nach den Eisheiligen. Für den Herbst säst du im August Feldsalat und Spinat. Orientiere dich an Bodentemperatur und Wetter, nicht nur am Datum. Eine Anleitung dazu gibt es unter Aussaat richtig vorbereiten.
Wie oft sollte ich düngen?
Das richtet sich nach Pflanze und Dünger. Starkzehrer wie Tomaten und Kohl brauchen mehrere Gaben, Schwachzehrer wie Bohnen und Kräuter kommen mit wenig aus. Langzeitdünger wirken über Wochen, organische Dünger wie Kompost geben ihre Nährstoffe langsam ab. Weniger ist oft mehr, denn Überdüngung schadet Pflanzen und Boden. Eine Orientierung bietet die Übersicht der Düngemittelarten.
Was mache ich im Winter im Garten?
Im Winter pflegst du Werkzeug, planst die neue Saison und schützt empfindliche Pflanzen vor Frost. An frostfreien Tagen schneidest du Obstbäume, du hilfst den Vögeln mit Futter und kontrollierst eingelagertes Gemüse. Den Boden lässt du in Ruhe. Mehr dazu findest du in Gartenpflege im Winter.
Wann sollte ich mit dem Düngen aufhören?
Beende die Düngesaison im Oktober, nach der kaliumbetonten Herbstdüngung. Danach wachsen die Pflanzen kaum noch, und überschüssige Nährstoffe werden im Winter ausgewaschen. Bei Rosen und Stauden endet stickstoffbetontes Düngen schon Ende Juli. Alles zur Herbstdüngung steht unter Düngen im Herbst.
Dieser Artikel wurde mit KI erstellt und von unserer Redaktion geprüft.
